Das Ehrenamt – Rückgrat unserer Kirche
„Es macht mir Spaß, Verantwortung in und für die Kirchengemeinde zu übernehmen. So gestalte ich nicht nur das Leben in der Kirchengemeinde, sondern insgesamt hier am Ort aktiv mit. Und meiner Kirche helfe ich, in unserer Stadt präsent zu sein“, – so beschreibt Karla (51), eine Kirchenvorsteherin, ihr Engagement in ihrer Kirchengemeinde.
Das ehrenamtliche Engagement im Kirchenvorstand ist nur eine von vielen Möglichkeiten, persönliche Fähigkeiten und Erfahrungen für andere einzubringen. Besuchsdienste in der Gemeinde und im Krankenhaus, Vorbereitungsgruppen für den Familiengottesdienst, Mutter-Kind-Gruppen, der Kirchen- und der Posaunenchor, Frauen-, Jugend- oder Seniorenkreise sind weitere Gelegenheiten für junge und ältere Menschen, Männer und Frauen, ehrenamtlich aktiv zu werden.
In der bayerischen Landeskirche und Diakonie engagieren sich derzeit etwa 145.000 Männer und Frauen ehrenamtlich. Ihr Einsatz und ihre Leistungen sind das Rückgrat der Kirche.
Viele Menschen suchen in ehrenamtlicher Betätigung neben Beruf und Familie die Möglichkeit, ihre Überzeugungen und ihren Glauben in die Tat umzusetzen. Sie setzen ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen freiwillig für Andere ein - unentgeltlich. Davon profitieren nicht nur die Menschen, die auf Rat und Hilfe angewiesen sind. Auch die Helferinnen und Helfer haben etwas davon: Sie entdecken neue Fähigkeiten, erfahren Anerkennung, knüpfen neue Kontakte und treten aktiv für Veränderungen in unserer Gesellschaft ein.
Ehrenamtliche Arbeit gehört zum Auftrag unserer Kirche. „In der evangelisch-lutherischen Kirche haben alle Getauften an dem der Kirche gegebenen Auftrag teil, Gottes Heil in Jesus Christus in der Welt in Wort und Tat zu bezeugen. Aller Dienst an diesem Auftrag ist, unabhängig davon, ob er haupt-, neben- oder ehrenamtlich geschieht, gleichwertig“ – so heißt es im so genannten Ehrenamtsgesetz. Darin sind die Rechte und Pflichten der Ehrenamtlichen geregelt, insbesondere was die Mitsprachemöglichkeiten, Begleitung und Fortbildung sowie Erstattung von Auslagen betrifft.
Vorhandene Gaben sollen verantwortlich und zielgerichtet eingesetzt werden. Dafür ist die Zusammenarbeit aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – unabhängig davon ob sie haupt-, neben- oder ehrenamtlich tätig sind – nötig. Diese Aufgabe koordiniert auf Landeskirchenebene der Fachbeirat Ehrenamt.
LINKS - Ehrenamtliches Engagement:
im Kirchenvorstand
als Prädikantin bzw. Prädikant oder als Lektorin bzw. Lektor
für Kinder (Kindergärten, Kindergottesdienste, Kinderfreizeiten)
für die Jugend und http://www.ehrenamt.ejb.de/
in der Hospizarbeit
in der Betreuung und Begleitung von Strafgefangenen (Ev. Straffälligenhilfe)
bei der Telefonseelsorge in München und der
Telefonselsorge in Deutschland
bei der Bahnhofsmission
