Wir begrüßen Sie im Mittelpunkt Mitteleuropas.


Manchmal ist es nur eine Frage der Perspektive, ob man am Rande steht oder in der Mitte. Wenn wir über unsere Grenzen hinaussehen in europäischer Perspektive, erscheinen plötzlich andere Regionen weiter entfernt vom Zentrum, die sonst oft im Mittelpunkt stehen.
Über die Grenzen hinauszusehen führt damit auch dazu, sich selbst neu zu erkennen und neu einzuordnen. Wenn wir es in kirchlicher Perspektive sehen, ist natürlich weniger die geografische Lage entscheidend, als die Mitte, die Jesus Christus mit seiner frohen Botschaft für uns ist.

Im Weidener Dekanatsbezirk begegnet Ihnen ein sehr buntes und differenziertes Bild unserer Kirche.
Das sehen Sie auch auf der Karte mit den Kirchen unseres Dekanatsbezirks.

Sie spiegelt jahrhundertealte Tradition wider wie auch Neuanfänge. 1522 wurde in St. Michael/Weiden erstmals reformatorisch gepredigt. Und manche andere Gemeinde hat im 16. Jahrhundert die Reformation durchgeführt und ist bis heute dabei geblieben. Aus dieser Perspektive ist es eine Randerscheinung, dass unser Dekanatsbezirk im Jahr 2010 erst 200 Jahre alt wurde – abgesehen davon, dass Weiden schon seit dem 16. Jahrhundert Sitz von Superintendenten oder Inspektoren war.
An vielen Orten gab es nach dem 30-jährigen Krieg evangelische und katholische Gemeinden gleichzeitig, also simultan, weshalb die Kirchen auch simultan genutzt wurden, in dem sich die beiden Konfessionen mit ihren Gottesdiensten abwechselten. Nicht immer hat das zu so guten Beziehungen geführt, wie wir sie heute haben. Immerhin gibt es aber zwei solche Simultankirchen noch in unserem Dekanatsbezirk.
Andere Kirchengemeinden sind später entstanden oder haben großen Zuwachs bekommen durch die Migrationen von der Flüchtlingen der Kriegszeit bis zu den Spätaussiedlern, die unsere Gemeinden bereichern.

Heute haben wir 35 Gemeinden in 24 Pfarreien und mit einem hohen Engagement der Ehrenamtlichen wie der Hauptamtlichen. Es ist eine dankbare Aufgabe, in diesen Gemeinden zu arbeiten. Was hier an ehrenamtlichem Einsatz, an Freude am Gottesdienst und reicher Musik geschieht, ist eine Einladung an Pfarrerinnen und Pfarrer. Viele Pfarrer sind weit über zehn Jahre hiergeblieben. Wir hoffen, dass es sich herumspricht, wie schön der Dienst für Pfarrerinnen und Pfarrer in unseren Gemeinden ist.