Abschied aus der Gemeinde Flossenbürg

Pfr. Dr. Volker Wappmann
Bildrechte: beim Autor

Seit gut einem Jahr ist Pfarrer Dr. Volker Wappmann in der evangelischen Kirchengemeinde in Flossenbürg tätig. Doch früher als ursprünglich geplant, wird er die Gemeinde nun wieder verlassen. Grund sind gesundheitliche Probleme.

In einem Grußwort an die Flossenbürger im neuen Gemeindebrief kündigt der Seelsorger seinen Abschied an. Gerne habe er in der St. Pankratiuskirche die Gottesdienste gehalten und Geburtstagsbesuche gemacht. Verschiedene Projekte hatte er anstoßen und begleiten wollen. Doch: „Vieles in der letzten Zeit forderte mich stärker als gedacht. Manche Situation hatte ich verkehrt eingeschätzt und nicht so reagiert, wie es notwendig gewesen wäre. Einzelne Termine blieben auf der Strecke. Meine Gesundheit zeigt mir nun, dass ich so nicht mehr weiterarbeiten kann.“
Dekan Thomas Guba dankte dem promovierten Theologen und Kirchenhistoriker dafür, sich zwei Jahre vor dem Eintritt in den Ruhestand noch einmal im Gemeindedienst engagiert zu haben: „Er ist ein Fachmann auf so vielen Gebieten. Wir alle können in der Kirchengeschichte, vor allem unserer Region, sehr viel von ihm lernen. Aber wie so oft im Leben ist nicht alles planbar und manchmal macht uns unsere Gesundheit einen Strich durch die Rechnung.“ Zu Beginn des neuen Jahres wird Pfarrer Wappmann nicht mehr im Dienst sein und in den Ruhestand gehen. Wann seine Verabschiedung stattfinden kann, ist steht pandemiebedingt noch nicht fest.

Bereits seit 1. Dezember hat Pfarrer Wilfried Römischer aus Floß die Pfarramtsführung in Flossenbürg übernommen. Der Seelsorger ist dort kein Unbekannter, da er zuvor bereits eine Vakanzvertretung inne hatte. „Ich freue mich sehr, dass er völlig unkompliziert bereit ist, den Dienst vor Ort zu leisten“, dankt Dekan Guba. Auch die Kirchenvorstandsarbeit sei für die nächste Zeit geregelt. „Bis zum 30. April ist die Kirchenvorstandsarbeit an den Dekanatsausschuss delegiert.“ Klar sei, dass die Pfarrstelle für Flossenbürg nicht wieder ausgeschrieben werde könne, denn mit weniger als 400 Gemeindemitgliedern, sei dies nicht möglich. Trotzdem sieht der Dekan hoffnungsvoll in die Zukunft:
„Pfarrer Römischer und ich werden uns nach den Weihnachtsferien mit einigen Gemeindegliedern treffen, um zu überlegen was die nächsten Schritte sind.
Es wird weitergehen in Flossenbürg und ich bin davon überzeugt, dass wir gute Lösungen finden.“