Charlotte von Kirschbaum - Eine Theologin im Schatten eines berühmten Mannes

Charlotte von Kirschbaum und Karl Barth
Bildrechte: Karl Barth-Archiv

Biblische Aussagen von der Frau als Gehilfin für den Mann erinnern an Charlotte von Kirschbaum an der Seite des großen Theologen Karl Barth. Doch was passiert mit Eva?
An Barths Seite wird Charlotte zur Theologin, emanzipiert sich mit einer eigenständigen Theologie – und investiert doch ihr ganzes Können und Sein in die Arbeit an dem Werk ihres Adams. Die Theologinnen Brigitte Auer und Dr. Andrea König sind sich einig: Charlottes Leben macht Lust auf ihre Theologie – und umgekehrt.

Zwei Veranstaltungen des EBW Oberpfalz machen Lust, sich mit dieser faszinierenden Persönlichkeit zu befassen:

Mi, 13.11. um 19 Uhr, Alte Kaserne, Dekan-Hirtreiter-Str.5 in Amberg:
Lesung mit  "Zu Dritt: Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum" mit Prof. Dr. Dr. Klaas Huizing, Theologe und Autor 

Di, 19.11.2019 19 Uhr, Martin Schalling-Haus, Hans Sachs-Str. 19 in Weiden:
"Charlotte von Kirschbaum – Karl Barths Eva?" mit Brigitte Auer und Dr. Andrea König


Charlotte von Kirschbaum war Theologin und mehr als fünfunddreißig Jahre Assistentin und Lebensgefährtin von Karl Barth. 1929 zog sie bei Barth und seiner Ehefrau Nelly sowie den fünf Kindern mit ein. Es entwickelte sich eine kongeniale Einheit und gleichzeitig eine Dreiecksbeziehung mit Barths Ehefrau Nelly, die relativ offen gelebt wurde, aber auch zu erheblichen Spannungen und Belastungen aller Betroffenen führte.
Als engste Mitarbeiterin gestaltete Charlotte von Kirschbaum die Theologie und Kirchenpolitik des 20. Jahrhunderts mit, was bisher nur wenig erforscht und anerkannt ist. Sie veröffentlichte eigene Studien und war in Kirchenkreisen als theologische Expertin für die Frauenfrage sehr geachtet. Ihr Einfluss auf die Theologie Barths wurde vielfach marginalisiert.
Am 25. Juni 2019 jährt sich im Karl-Barth-Jahr auch der 120. Geburtstag von Charlotte von Kirschbaum.