Die Regionen im Blick - Herbstsynode im Dekanat Weiden

Podiumsgespräch
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An spannenden Themen herrschte kein Mangel bei der Herbstsynode im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Weiden. Kein Wunder, denn es stehen einige Veränderungen an.

„Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn“. Mit gemeinsamem Gesang stimmten sich die sechzig anwesenden Mitglieder der Synode auf den Tag ein. Das Thema des Liedes zog sich durch die gesamte Veranstaltung, die am vergangenen Wochenende im Haus der Gemeinde in Weiden stattfand. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Gemeinden zwischen Speichersdorf und Tirschenreuth, Vilseck und Vohenstrauß nahmen eine geballte Ladung an Informationen mit in ihre Kirchenvorstände. Daneben blieb in kleinen Arbeitsgruppen aber auch Raum für den Erfahrungsaustausch.

Dekan Thomas Guba gab Einblick in die Themen, mit denen sich der Dekanatsausschuss zur Zeit befasst: Vakanzen (zur Zeit in Wirbenz, Erbendorf mit Windischeschenbach und Vohenstrauß, ab Sommer 2022 in Mitterteich und Wiesau), Pfarrhausbedarfsplanung und Immobilienkonzepte, die Sanierung am Zeltplatz in Plößberg und einiges mehr. Außerdem stellte er wichtige Eckpunkte der neuen Landesstellenplanung vor. Angesichts von schwindenden Mitgliederzahlen, werde in den kommenden Jahren auch die Zahl der Hauptamtlichen sinken.
Aus diesem Grund gewinne die Zusammenarbeit in den Regionen an Bedeutung. Als positives Beispiel hob Guba das Konzept der Gemeinden in der Steinwaldregion hervor: „Die Kirchengemeinden Wildenreuth mit Parkstein und Kirchendemenreuth, Erbendorf und Windischeschenbach sowie Thumsenreuth und Krummennaab haben nicht nur ein gemeinsames Gottesdienstkonzept entwickelt. Sie geben auch einen gemeinsamen Gemeindebrief heraus und haben ihre Pfarrämter zusammengelegt. So können verschiedenen Aufgaben gabenorientiert verteilt und Ressourcen gespart werden, die dann der Gemeindearbeit zugutekommen.“
Käthe Pühl, Präsidentin der Dekanatssynode aus Neustadt am Kulm, warb dafür, bei der Stellenverteilung einen Schwerpunkt bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu setzen. „Kinder und Jugendliche brauchen einen Platz, wo sie sich treffen, zusammen Spaß haben und sich mit Lebens- und Glaubensfragen auseinander setzen können. Wir sollten ihnen die Möglichkeit dazu geben.“ Deshalb sei geplant, das Stellenkontingent im Evangelischen Jugendwerk von 1,5 auf 2,0 Stellen zu erhöhen. Die Gremien der Evangelischen Jugend hätten beschlossen, dass besonders die Regionen davon profitieren sollten. Zusätzlich werde eine halbe Stelle auf Dekanatsebene geschaffen, um Kinderbibeltage zu organisieren und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Kindern zu unterstützen.

In seinem Bericht konnte Dekan Guba auch einige positive Entwicklungen vermelden: „Die neue Reihe der „Genussvollen Wanderungen war ein voller Erfolg. Die digitale Jungbläserausbildung im Posaunenchor Floß erhält den Ehrenamtspreis der bayerischen Landeskirche. Seit 1. September ist Inga Hinz die neue Geschäftsführerin der evangelischen Kindertagesstätten. Seit 1. Oktober ist Pfarrer Klaus Weber mit einer halben Stelle als Dekanatsentwickler tätig. Er wird die Kirchengemeinden bei den anstehenden Veränderungen begleiten und unterstützen und dabei mit einer engagierten Steuerungsgruppe zusammenarbeiten.“ Ab Dezember gebe es auch personelle Verstärkung in der Süd-Westregion des Dekanates. „Am 1. Advent führen wir Pfarrer Marcio Trentini in seinen Dienst in Kohlberg ein. Wir freuen uns sehr, dass er nun zu uns kommt.“