Mit Kinder- und Jugendprojekten Begegnungen ermöglichen

Tanja Fichtner (links) und Gisela Baur-Pajak
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Bei der Projektstelle für Gedenken und Versöhnung gibt es eine neue Mitarbeiterin: Seit Anfang Dezember organisiert sie Deutsch-Tschechische Begegnungen für Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen und Kindergartenkinder. Gisela Baur-Pająk heißt die neue Referentin für Gedenken und Versöhnung im Evangelischen Dekanat Weiden. Sie ist die Nachfolgerin von Tanja Fichtner, die im Januar 2020 auf eine andere Stelle wechselt und beim deutsch-tschechischen Weihnachtswochenende auf der Altglashütte mit einem großen Dankeschön verabschiedet wurde. Für einige Wochen arbeiteten die beiden gemeinsam im Büro beim Evangelischen Jugendwerk in Weiden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Baur-Pająk steckt schon mitten drin in der vielfältigen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Ich habe vor einiger Zeit im Spunk [Zeitschrift der Evangelischen Jugend im Dekanat Weiden] von der Projektstelle erfahren und dachte mir: Schön, dass es hier so etwas gibt!“ Umso mehr freut sie sich, dass sich nun eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit ergeben hat.

Der studierten Slavistin liegen Kontakte nach Osteuropa sehr am Herzen. Dass sie fließend Tschechisch spricht, erleichtert die Zusammenarbeit mit den Partnern aus dem Nachbarland enorm. Denn bei den Schulprojekten oder der für April 2020 geplanten Theaterwoche „Peace in Diversity“ geht es inhaltlich ziemlich zur Sache.

Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts haben in der Grenzregion tiefe Wunden hinterlassen und die Projekte sollen dazu beitragen, die historischen Schicksale von Menschen auf beiden Seiten der Grenze wahrzunehmen. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt aber auch darauf, unvoreingenommene Begegnungen der heutigen Generation von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen. Denn nur so könnten dauerhaft gute nachbarschaftliche Beziehungen entwickelt werden, ist die Pädagogin überzeugt.

Gisela Baur-Pająk lebt seit drei Jahren in Weiden und engagiert sich ehrenamtlich für die Musik in der evangelischen Gemeinde St. Markus ebenso wie in der katholischen Pfarrei St. Josef. Mit interkulturellen Fragestellungen setzt sie sich nicht nur beruflich auseinander, auch in ihrem Familienleben spielen sie eine wichtige Rolle.
Das Projekt `„Dinge, für die es sich lohnt…“ - Wir bringen Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart zusammen´ wird gefördert vom Programm Ziel ETZ-3 der Europäischen Union und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.