Neue Klinikseelsorgerin für Wöllershof und Erbendorf

Segnung von Pfarrerin Lisa Keck
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Seit 1.Februar 2024 gibt es wieder eine evangelische Klinikseelsorgerin am Bezirksklinikum Wöllershof und in der Klinik für geriatrische Rehabilitation in Erbendorf. Patientinnen und Patienten besuchen, regelmäßig Gottesdienste feiern und die Mitarbeitenden dieser beiden Häuser bei ihrer anspruchsvollen Arbeit begleiten. Das gehört nun zu den Aufgaben von Pfarrerin Lisa Keck. Am 11.Februar führte Dekan Thomas Guba sie in in einem Gottesdienst in der Klinikkirche in Wöllershof in ihr neues Amt ein. Einfach da sein, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zuhören und ihnen die gute Botschaft weitersagen - das sei nun ihr Auftrag. Bei allen Herausforderungen könne sie darauf vertrauen, dass Gottes Geist sie begleite und stärke.

Käthe Pühl drückte im Namen der Synode ihre Freude über den Dienstbeginn der neuen Pfarrerin aus. Peter Exner, Regionalbeauftragter Oberpfalz Nord der Medbo, und Roland Steger als Personalratsvorsitzender in Wöllershof hießen die Seelsorgerin ebenfalls herzlich willkommen. Zudem waren zahlreiche Familienangehörige sowie Freundinnen und Freunde zu der Feier angereist.

Lisa Keck ist eine Pfarrerin mit einem großen Herzen, wenngleich auch mit Respekt vor ihrer neuen Aufgabe. Aber: „Bei den Menschen zu sein, in den Umständen, in denen sie leben – das ist mir sehr wichtig“, beschreibt sie ihre Motivation. Als Prüferin im Fach Seelsorge beim 2. Theologischen Examen hat sie sich zudem schon intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Ein Kollege brachte sie auf den Gedanken, sich für eine Stelle in diesem Bereich zu interessieren.

Den letzten Anstoß gab aber der Text der Stellenausschreibung: „Es wurde eine Person gesucht, die experimentierfreudig ist und gerne etwas Neues ausprobiert. Das passt einfach gut zu mir. Ein echter Glücksgriff“, freut sie sich. Sie liebt Herausforderungen und ist neugierig auf das, was hinter der nächsten Kurve auf sie wartet. Dass es sich dabei lediglich um eine 50-Prozent-Stelle handelt, hat sie nicht von der Bewerbung abgehalten. „Ich will die Zeit nutzen, um mich gut in meine neuen Aufgaben einzufinden und außerdem noch eine Weiterbildung machen. Und nach einem Jahr ergeben sich vielleicht zusätzliche Möglichkeiten“, erklärt sie.

Langweilig wird es der Pfarrerin, die in Plech in der Fränkischen Schweiz aufgewachsen ist, auch in ihrer Freizeit nicht. Als Ausgleich arbeitet sie gerne mit den Händen und restauriert alte Möbel: „Aus etwas Altem das Schöne herausholen, das finde ich sehr reizvoll!“ Daneben reist sie gerne und freut sich, wenn sie im Kleinen und Großen oder hinter der nächsten Kurve etwas Besonderes entdeckt. Bis Anfang Dezember war die 37-Jährige als geschäftsführende Pfarrerin in Weißenstadt im Dekanat Wunsiedel tätig.