Starke Gemeinschaft beim Bezirksposaunenchor

Bezirksposaunenchor auf Burg Wernfels 2024
Bildrechte Anne Müller

Am Samstag, den 13.Januar kommen 70 Bläser des evangelischen Bezirksposaunenchors aus der gesamten nördlichen Oberpfalz nach Neunkirchen bei Weiden. Um 19.30 Uhr geben sie in der katholischen Kirche St. Dionysius ein Neujahrskonzert. Festliche und schwungvolle Musik steht auf dem Programm. Einstudiert haben die Musikerinnen und Musiker die Stücke bei einer Bläserrüstzeit Anfang Januar auf der mittelfränkischen Burg Wernfels.

Bezirksposaunenchorleiterin Andrea Rupprecht, gebürtig aus Floß und auch im dortigen Posaunenchor „groß geworden“, leitete die Bläserrüstzeit zusammen mit ihrer Stellvertreterin Christiane Bayer aus Neustadt am Kulm. „Die Burg – das ist nicht nur eine musikalische Fortbildung, sondern im Prinzip eine lustige und entspannte Bildungsstätte für viele Lebensbereiche“, philosophiert Christiane Bayer. „Natürlich lernen wir neue Stücke und bläserische Tricks, aber weil hier Jung und Alt zusammen musizieren, singen und tanzen, kommt die soziale Komponente nie zu kurz. Das war und ist uns sehr wichtig.“
Den beiden jungen Frauen standen beim Einstudieren der Stücke viele Dirigenten aus dem Dekanat zur Seite, und die Ergebnisse freuen Andrea Rupprecht ganz besonders: „Durch unser großes Dirigenten-Team war die Stückauswahl sehr bunt, und auch die Dirigenten selber konnten bei vielen kurzweiligen Proben mitspielen.“ Es sei auch immer wieder faszinierend, wie schnell die vertraute und familiäre Stimmung „auf der Burg“ wieder entstehe, sobald die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 1. Januar anreisen. „Viele von uns sehen sich ja nur ein- oder zweimal im Jahr, aber sobald wir im großen Probensaal oder abends im Rittersaal zusammen sind, ist die fröhliche Burgfamilie wieder beieinander.“

Diese Burgfamilie bestand heuer aus gut 70 Mitgliedern im Alter zwischen zehn und 67 Jahren aus den Posaunenchören Weiden, Floß, Kaltenbrunn, Kirchendemenreuth/Parkstein, Kohlberg, Mantel, Mitterteich, Neustadt am Kulm, Neunkirchen, Plößberg, Thansüß, Thumsenreuth/Krummennaab, Wilchenreuth, Wildenreuth, Wirbenz/Kemnath/Immenreuth, Forchheim und Clausnitz (Sachsen), Traunstein und Mühldorf am Inn. Auf der Burg waren sie in den Gruppierungen „Youngsters“, „Oldies“ und „Jungbläser“ unterwegs, und wer gar nicht genug bekommen konnte, durfte sich dann noch bei „Graut-vor-nix“ musikalisch austoben. Alle vier Gruppierungen werden beim Konzert ihre Stücke zum Besten geben. Andrea Rupprecht, Christiane Bayer, Wolfgang Lang, Tanja Riedel, Markus Sparrer, Erika Piehler, Andreas Neumayr, Samaiha Greger, Karin Müller-Bayer, Wolfgang Nikol, Barbara Beutner und Anne Müller hatten die Stücke ausgewählt und einstudiert und waren mit dem Ergebnis hochzufrieden.

Ivonne Walter (46) aus Neustadt am Kulm spielte bei den Oldies Tenor, ihr Sohn David (13) war als zweite Stimme bei den Youngsters dabei. Ivonne Walter begeistert vor allem die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl von Jung und Alt auf der Burg: „Jeder gehört zum Team, und wir entwickeln uns zusammen musikalisch weiter.“ Ihr Junior freut sich dagegen auf die vielen neuen Leute, die er jedes Jahr hier kennenlernt: „Hier passt einfach alles zusammen“, erzählt er. „Heuer war mein Lieblingsstück „Rise and Shine“, und ich freu mich sehr auf das Konzert!“

Bericht und Bilder: Anne Müller