Von Weiden nach Würzburg: Dekan Slenczka wechselt nach Unterfranken

Dekan Dr. Wenrich Slenczka
Bildrechte: Wenrich Slenczka

Mit einer sehr persönlichen Nachricht in eigener Sache überraschte Dekan Dr. Wenrich Slenczka die Mitarbeitenden des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Weiden: Nach zehn Jahren in der Oberpfalz wechselt er im kommenden Frühjahr nach Würzburg. Der dortige Dekanatsausschuss hat am Mittwoch, den 18. Dezember dem Vorschlag des Landeskirchenrates zugestimmt und ihn zum neuen Dekan gewählt. Der Dienstantritt ist für den 1. Mai 2020 geplant. Pfarrer André Fischer aus Grafenwöhr, Vertrauenspfarrer im Dekanat Weiden, bedauert den Weggang von Dekan Slenczka, zeigt aber auch Verständnis: „Ich finde es persönlich und für den Dekanatsbezirk sehr schade, dass er geht, denn wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Aber ich freue mich für ihn über die neue Herausforderung.“

Die Entscheidung, noch einmal einen neuen Wirkungskreis zu suchen, hat sich Slenczka nicht leicht gemacht. „In Weiden bin ich sehr gerne. Das kirchliche Leben in dem eher ländlich geprägten Raum ist sehr lebendig. Die Gemeinden halten gut zusammen und haben in dieser Zeit immer mehr Verbindungen über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus geknüpft. Die Solidarität unter den Hauptamtlichen ist hervorragend“, beschreibt er sein bisheriges Arbeitsfeld in einem der größten Flächendekanate Bayerns.

Auf einige Großereignisse wie die Tagung der Landessynode im Jahr 2010, die Tagung des Landesverbandes für Kindergottesdienst 2016 oder die Lutherzoigl zum Reformationsjubiläum blickt er gerne zurück. Zwei Kirchenvorstandswahlen, die Umsetzung der Landesstellenplanung von 2010 bis 12 und vieles mehr haben seine Arbeit geprägt. Besonderes Herzensanliegen sind für Slenczka die Zusammenarbeit im Interreligiösen Gesprächskreis Weiden und die Arbeit mit Flüchtlingen, z.B. in den Glaubenskursen, die er leitete.

Trotzdem reizt ihn nun der Aufbruch zu neuen Aufgaben: „Den Pfarrerinnen und Pfarrern in Bayern wird empfohlen, sich alle zehn Jahre nach einer neuen Stelle umzusehen und das habe ich getan. Die Stelle in Würzburg hat mich sehr angesprochen. Die neue Herausforderung in einer größeren Stadt reizt mich“, begründet der 55-jährige Geistliche seinen Entschluss. „Es sind ab Dienstantritt in Würzburg noch rund elf Jahre bis zum Ruhestand. Das ist noch einmal ein guter Zeitraum, um etwas Neues zu beginnen.“
Seine Verabschiedung in der Weidener Michaelskirche findet voraussichtlich Ende April statt.