Markt der Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven

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Von der Bauchladenkirche bis zur Notfallseelsorge und der Partnerschaftsarbeit mit Kirchen in der ganzen Welt reichte das Spektrum der Initiativen und Einrichtungen, die sich bei der Frühjahrssynode im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden präsentierten. Am 21.März waren dazu rund 150 Teilnehmende aus den verschiedenen Regionen des Großdekanates nach Vohenstrauß gekommen. Im Mittelpunkt stand ein „Markt der Möglichkeiten“, bei dem sich die Vertreterinnen und Vertreter aus den 69 Kirchengemeinden über die vielfältigen Arbeitsfelder und Aktivitäten der evangelischen Kirche im Dekanat informierten. Die Synodalinnen und Synodalen nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen und Ideen für die eigene Gemeindearbeit zu sammeln.

Zahlen und Perspektiven zur Zukunft der Gemeindearbeit

Welche Veränderungen in den nächsten Jahren auf die evangelischen Gemeinden und Dekanate zukommen erläuterten anschließend Dekanin Ulrike Dittmar und Dekan Thomas Guba. Die Zahlen, die sie präsentierten, hatten es in sich. Auch im Dekanat Cham/Sulzbach-Rosenberg/Weiden werden die Evangelischen weniger: von 65.600 im Juli 2025 sinken sie im Jahr 2035 auf voraussichtlich 49.000 – 33.000. Beim Personal zeigt die Tendenz ebenfalls nach unten. Da deutlich mehr Mitarbeitende in den Ruhestand gehen als neu dazukommen, wird es 2035 bis zu 40% weniger Pfarrerinnen und Pfarrer, Religionspädagoginnen und Diakone geben. 

Um weiterhin eine gute Betreuung der Gemeinden gewährleisten zu können, will die Landeskirche deshalb größere Kooperationsverbünde schaffen. Verwaltungsarbeit soll hier gebündelt werden, damit mehr Zeit für Seelsorge und praktische Gemeindearbeit bleibt. Auch das Personal werde dann diesen „Regionalgemeinden“ zugewiesen, erläuterte Dekanin Dittmar.  Multiprofessionelle Pfarrteams würden dann die Aufgaben untereinander aufteilen. So solle sichergestellt werden, dass es für die unterschiedlichen Bereiche des kirchlichen Lebens immer eine Ansprechperson gebe. Die beiden Dekane machten deutlich: „Es gibt noch viele offene Fragen. Aber es ist wichtig, dass wir jetzt die nötigen Schritte gehen und die Handlungsspielräume nutzen, die wir haben.“

Ein besonderer Moment war die Verabschiedung der scheidenden Mitglieder der bayerischen Landessynode. Verabschiedet wurden Elke Bundscherer (Speichersdorf) sowie Pfarrerin Anja Matthalm (Neukirchen b. Sulzbach-Rosenberg) und Anna Nicole Heinrich (Nittenau). Mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedete Dekanin Ulrike Dittmar auch Karl Georg Haubelt (Amberg/ Wiesau), der die Evangelischen in der Region achtzehn Jahre lang im bayerischen Kirchenparlament vertreten hatte und darüber hinaus in weiteren kirchlichen Leitungsämtern tätig war. Für die nächsten sechs Jahre sind Susi Kropf (Wildenreuth), Pfarrer Stefan Fischer (Hirschau-Ammersricht), Diakon Jürgen Weich (Naabtal-Gemeinden) sowie Dekanin Ulrike Dittmar Mitglieder der Landessynode.

 

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