Seelsorgerin für Menschen an den Schwellen des Lebens

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Mirlein

Pfarrerin Gudrun Mirlein wird Klinikseelsorgerin in Weiden und Wöllershof

Die neue evangelische Seelsorgerin am Klinikum in Weiden, im Bezirkskrankenhaus in Wöllershof sowie in der geriatrischen Rehabilitation in Erbendorf heißt Gudrun Mirlein. Am 1.November tritt die Pfarrerin die Nachfolge der kürzlich verabschiedeten Klinikseelsorgerin Lisa Keck an. Die 62-jährige Pfarrerin bringt für ihre neuen Aufgaben einige Vorerfahrungen aus ihrem bisherigen Berufsleben mit. Seit Ende 2024 ist sie neben ihrer Tätigkeit als Gemeindepfarrerin in Vohenstrauß auch Klinikseelsorgerin in Cham und Bad Kötzting. Davor begleitete sie über viele Jahre Patientinnen und Patienten an ihrem früheren Wirkungsort, dem Juliusspital in Würzburg. Außerdem wird sie von ihrer Ausbildung in einer Psychiatrischen Klinik der Diakonie in Bethel profitieren können.

Die Arbeit mit Menschen an den Schwellen des Lebens ist ihr sehr wichtig: „Die Menschen auf der Palliativstation liegen mir sehr am Herzen. Da sind Begegnungen und Gespräche in einer Tiefe möglich, wie es sie sonst nur selten gibt.“ Hier werde sichtbar, wie verletzlich das Leben im Grunde sei, meint die Theologin. „Überall geht es um das perfekte Funktionieren. Im Krankenhaus oder auch in der Psychiatrie spüren wir, dass es anders ist.“ Deshalb wirbt die Seelsorgerin auch für eine Ethik der Verletzlichkeit im Gegenüber zu einer Ethik der Stärke.

Mit dieser Haltung möchte sie auch den Mitarbeitenden in den Kliniken begegnen, an denen sie tätig sein wird. Eine Bibelstelle aus dem Buch der Offenbarung ist ihr besonders wichtig, wenn es um die letzte Lebensphase geht: „Wir dürfen aus der Quelle des lebendigen Wassers schöpfen. Dieses lebendige Wasser erfrischt und gibt Kraft, auch über den Tod hinaus.“ 

Privat schöpft die Pfarrerin neue Energie bei Spaziergängen mit ihren beiden Hunden in der Natur. Auch Musik und Konzertbesuche stehen bei ihr hoch im Kurs. 

Dass sie die Kirchengemeinde Vohenstrauß nach knapp zwei Jahren wieder verlassen wird, war keine leichte Entscheidung, gibt die Seelsorgerin zu. „In Vohenstrauß gibt es einfach so viele tolle und engagierte Ehrenamtliche! Aber ich möchte mich gerne voll und ganz einem Aufgabenfeld widmen.“ Wann ihre Verabschiedung in Vohenstrauß stattfindet, wird noch festgelegt.